Wissensmanagement

Für Wissensmanagement wurde schon viel Geld ausgegeben. Und nur selten wurden die Erwartungen erreicht oder gar übertroffen. Wissensmanagement ist eben nichts abstraktes. Es geht in erster Linie nicht um die Taxonomisierung, Ontologisierung oder Katalogisierung von Daten.

Wer ist eigentlich der Experte für XYZ

Eine der größten Herausforderungen in Unternehmen ist es oft, herauszufinden, wer der Experte für ein bestimmtes Thema ist.

Die drängensten Fragen sind dabei häufig:

  • Wer weiß was?
  • Wer hat welche Skills / Ausbildung / Erfahrungen?
  • Welche Experten gibt es zu welchen Themen?
  • Wer hatte schon mal einen ähnlichen Fall?
  • Gibt es zu einem Thema schon eine Präsentation?
  • In welcher Datenbank haben wir diese Information?

Social Knowledge-Management
Wissen ist etwas soziales: Es ist integraler Bestandteil vielfältiger Rituale, menschlicher Motivationen und konkreter Situationen. Wer wissen möchte, wer was weiß, muss das berücksichtigen. Erst recht dann, wenn mit dem impliziten Wissen der Menschen in einem Unternehmen ein produktiver Mehrwert generiert werden soll. Doch hat dieser Gedanke zwei Richtungen: Einmal ist das explizite und implizite Wissen einer Person hier zu verstehen, wie auch der explizite und implizite Wissensbedarf.

Wissen im Netzwerk
Der Wert des Wissens einer einzelnen Person definiert sich über die Bedarfe der sie umgebenden Netzwerke. Die dem Wissensmanagement zugrunde liegenden Funktionen müssen diese Kontexte folglich berücksichtigen. Erst danach sollte über  Technologien entschieden werden.

Wissenssituationen
Das Verständnis der sozialen Funktionen von Wissens und seinem Kontext in unseren Netzwerken, führt uns zu der Notwendigkeit der Kontextanalyse von Wissensbedarfsituationen:

  • Wie können die “Situationen” in einer Firma klassifiziert werden?
  • Welcher Wissenstyp ist in welchen Situationen von Bedeutung?
  • Wie sind die Kontexte einer Wissensbedarf- oder Wissensvermittlungssituation?
  • Welcher Teil des Unternehmens-Wissens ist in internen Datenbanken zu finden?
  • Welcher Teil des notwendigen Wissens ist in externen Datenbanken zu finden?

Im Unternehmen
Nach dieser Analyse ist die Wahl der richtigen Technologie sehr viel einfacher. Dabei geht es sowohl um den Transport von Wissen, also die Frage, ob Laptops, SmartPhones, Tablet-PCs, Terminals oder ein anderes Gerät die richtige Form der physikalischen Wissensdarbietung darstellt. Als auch um User-Interfaces, den notwendigen Funktionsumfang, die Integration von “Social Media Learnings” usw.

Und schließlich um die Frage, wie bestehende Datenquellen vernetzt werden, welche Form der Informationsabbildung die richtige ist. Hier ist dann die Frage nach Taxonomien, Ontologien, semantischen oder neuronalen Netzen am richtigen Platz.

Leave a Reply